Die Uni lässt mich nicht los…

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„Difficult roads often lead to beautiful destinations.“

Man muss nicht alles studieren, was einen privat interessiert. Das weiß ich jetzt. Trotzdem bin ich froh und dankbar, dass ich mir auf diese Weise ein Fragezeichen, was lang in meinem Kopf rumgeisterte, genommen habe.

Einige Bewerbungen im Winter blieben mehr oder weniger erfolglos. Voller Optimismus hatte ich mich auf Stellen im Bereich Human Resources beworben. Klar, etwas, was nicht unbedingt dem entspricht, was ich gelernt habe. Allerdings glaubte ich, meine Fähigkeiten und Erfahrungen seien auch hier von Nutzen. Ich glaube das noch immer. Dennoch sahen mich meine potentiellen Arbeitgeber scheinbar nicht in den jeweils ausgeschriebenen Positionen. Mittlerweile kann ich das verstehen. Ich habe mich auf Stellen beworben, für die ich formal betrachtet überqualifiziert bin, weil zum Teil nicht einmal ein abgeschlossenes Studium Voraussetzung ist. Andererseits gab es Ausschreibungen, die ausdrücklich einen einschlägigen Abschluss und mehrjährige Erfahrung voraussetzten. Es ist vermutlich überflüssig zu erwähnen, dass ein deutsches Jurastudium nicht zu den gewünschten Studiengängen zählte. Erst recht nicht, wenn dies zumindest in Österreich nicht einmal mit dem so wichtigen Titel einhergeht. Zudem bewerben sich auf derartige Stellen nicht nur BWLer, Psychologen, Pädagogen und österreichische Juristen, sondern auch all jene, die speziell Personalmanagement studiert haben. Ich bin also – nachvollziehbar – nicht die erste Wahl. Zwischen wenig qualifiziert und hoch qualifiziert habe ich im dann doch recht kleinen Graz bisher nichts gefunden.

Aber gut, „in the middle of difficulty lies opportunity“. Ein Telefoninterview als Folge einer meiner Bewerbungen hat am Ende dazu geführt, dass ich in den letzten Monaten einen HR-Kurs besucht habe. Dieser hat mich absolut begeistert; auch wenn er deutlich mehr Arbeitsaufwand mitgebracht hat, als ich es angenommen hatte. Mal abgesehen von einer am Ende dann doch nicht so schwierigen mündlichen Prüfung galt es, eine Projektarbeit zu einem selbst gewählten Thema zu schreiben. Etwas, was ich ebenfalls voller Freude getan habe. Mein Thema: „Einfluss der Führungskraft auf die Motivation der Mitarbeiter im Kontext der neuen Arbeitswelt – Generation Y motivierend führen“ Inhaltlich etwas, was mich selbst betrifft, scheine ich doch Dinge zu tun und Entscheidungen zu treffen, die für die Generation Y nicht ganz unüblich sind. Zum anderen sehe ich Einiges aus meiner Zeit als Geschäftsführerin heute doch ein wenig anders als damals.

Damit nicht nur ich von den vorwiegend wissenschaftstheoretischen Erkenntnissen profitiere, habe ich die Arbeit hier hochgeladen. (Obgleich ich hinzufügen möchte, dass sich diese insbesondere an all jene richtet, die sich bisher noch nicht unbedingt mit den Themen Motivation, Führung und Generation Y auseinandergesetzt haben. Auch darf ich darauf hinweisen, dass ich an einigen Stellen bewusst auf bestimmte Formalien einer wissenschaftlichen Arbeit verzichtet habe.)

Hier der Link zu dem pdf: JBR-Generation Y motivierend führen

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!

Und nun?

Nach einigen „interessanten“ Vorstellungsgesprächen später (von denen ich in noch folgenden Beiträgen eventuell berichten werde) habe ich beschlossen, Psychologie an der Fernuni Hagen zu studieren. Inhaltlich sehe ich mich im arbeits- und organisationspsychologischen Bereich. Eine Erkenntnis, die ich meinem HR-Kurs zu verdanken habe. Das Arbeitsrecht hätte ich im Idealfall dann ebenfalls weiter an meiner Seite. Klingt vernünftig. Oder nicht? Es war zugegebenermaßen keine leichte Entscheidung. Dennoch glaube ich, dass sie richtig ist. Denn einen mutmaßlich langweiligen Job, bei dem ich nicht wirklich die Möglichkeit habe, das, was ich kann, einzubringen, möchte ich auch nicht haben. Langfristig bringt mir dieser Weg unter den Gegebenheiten sicherlich mehr. Wer weiß, sollte ich doch eine spannende Ausschreibung sehen, bietet das Fernstudium erfreulicherweise die Möglichkeit, in Teilzeit zu studieren.

Ich freue mich!!!

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