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Japan

„HAPPINESS IS LETTING GO OF WHAT YOU THINK YOUR LIFE IS SUPPOSED TO LOOK LIKE AND CELEBRATING IT FOR EVERYTHING THAT IT IS.“ – Mandy Hale

Japan ist unglaublich spannend. Einfach weil es so anders ist. Sehr speziell; zumindest aus Sicht eines Europäers. Es ist unfassbar, wie freundlich und hilfsbereit die Menschen dort sind. Im Zweifel laufen sie tatsächlich 10 Minuten mit dir durch den Laden, um dir bei der Suche nach einem Mückenspray zu helfen.

Manchmal laufen Sie auch einfach weg. In Tokyo wurden wir von einem Australier angesprochen, der absolut erleichtert war, uns zu begegnen. Er fragte uns nach dem Weg in ein Restaurant (welches wir auch nicht kannten); die Japaner seien vor ihm weggerannt. Wahrscheinlich aus Angst, nicht behilflich sein zu können. Das ist uns auch passiert. In einer Apotheke. Irgendwie habe ich es geschafft, die falschen Kontaktlinsen mitzunehmen, weshalb die Schönheit Tokyos in den ersten Tagen ziemlich verschwommen war. Natürlich fällt ein Europäer in Japan sehr auf. So schnell, wie vier Mitarbeiter den Tresen verlassen haben, als sie uns sahen, konnten wir gar nicht gucken. Die Jüngste wurde dann mehr oder weniger in unsere Richtung geschubst. Leider hat es mit der Verständigung so gar nicht funktioniert, was aber sicher auch daran lag, dass ich nicht irgendwelche Kontaktlinsen wollte, sondern genau die, die ich sonst auch habe. Dort gab es also keine Kontaktlinsen für mich. Die habe ich aber dann auf Empfehlung der Rezeptionistin in unserem Hotel in einer Drogerie gekauft. Dafür musste ich ein japanischen Dokument unterzeichnen, dessen Inhalt mir bis heute verborgen geblieben ist.

Das mit der Sprache ist jedenfalls wirklich eine faszinierende Sache. Während meiner Studienzeit habe ich insgesamt drei Japanischkurse besucht. Nach dem dritten Kurs war man noch immer ein Anfänger mit geringen Vorkenntnissen. Ich war am Ende sogar noch etwas weniger, weil ich mir die Vielzahl an Worten, die für mich eigentlich nur aneinandergereihte Silben ohne Bedeutung darstellten, nicht wirklich merken konnte. Faszinierend war es aber allemal. Vor allem der erste Kurs, da ich bis dato nicht wirklich etwas mit Japan zu tun hatte. Hiragana, Katakana und Kanji – was für mich absolut Neues. Schreiben lernen, ein bisschen wie in der ersten Klasse. Meinen japanischen Japanischlehrer habe ich allerdings nur sehr schlecht verstanden; und er mich bei meinen ersten japanischen Sätzen genauso.

Als Tourist in Japan habe ich von den wenigen Sätzen, die ich gelernt habe, dennoch Gebrauch machen wollen; auch wenn meine Kurse zu diesem Zeitpunkt schon einige Jahre zurücklagen. Irgendwie klappte das aber nicht so ganz. Als ich z.B. in einem Buchladen in Sapporo nach einem Buch auf Englisch suchte, führte man mich in die Abteilung, in der es Bücher auf Japanisch über England gab. Aber hey, die Worte schienen also richtig gewesen zu sein. Was ansonsten falsch war, weiß ich nicht.

In Kyoto habe ich später dann doch noch ein englischsprachiges Buch gefunden; nämlich dieses hier:

Praktischerweise ein Buch über Japan. Der Autor des Buches vertritt die Auffassung, dass die Japaner sich mit ausländischen Akzenten vor allem deshalb so schwer tun, weil sehr wenige Ausländer überhaupt Japanisch lernen. Die Japaner seien es einfach nicht gewöhnt, ihre eigenen Worte etwas anders ausgesprochen zu hören. – Das war dann für mich irgendwie beruhigend.

Aber auch abgesehen von der Sprache ist das Touristendasein in Japan ziemlich aufregend: Ob nun Ständer in Kaufhäusern, an denen man die Sonnenschirme anschließen kann; Hotels, in denen man zwingend die Schuhe ausziehen muss; die Verbeugung, die immer etwas tiefer ausfällt als die eigene, Automaten für wirklich alles, „der Ablauf“ in einem Onsen oder Erdbeben. –  Japan hat was!

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