Reminiscing about…

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Thailand (…und mein früheres Ich)

Ko Phi Phi Don

Anerkennung ist etwas Nettes. Manchmal wollen und brauchen wir einfach ein paar lobende Worte für unsere Taten. Ich wüsste so spontan nicht, was schlecht daran ist; zumindest dann, wenn man Dinge nicht allein der Anerkennung wegen macht. Gerade wenn etwas adressatengerecht aufbereitet wird, ist es natürlich schön, wenn jemand es würdigt. Allerdings gibt es auch Sachen, die man nur für sich und sein zukünftiges Ich tut, einfach weil sie einen glücklich machen (werden).

Urlaubsvideos gehören für mich dazu.

Es kostet mich (der Digitalfotografie sei Dank) Stunden, überhaupt erst einmal geeignete Fotos herauszusuchen und das meist verwackelte Videomaterial zu sichten. (Ein Teil dessen fällt allein deshalb weg, weil man sein zukünftiges Ich offenbar über die eigene Optik täuschen möchte.) Schriftart, Musik, Text…mit all dem kann ich mich ewig beschäftigen. Am Ende steht dann ein Video, dessen Song ich – weil ich ihn so oft während des Bearbeitens gehört habe – unweigerlich mit dem Urlaub in Verbindung bringe, obwohl er nicht einmal vor Ort gespielt wurde. Ein Video, das mich, egal wann ich es anschaue, ausnahmslos glücklich macht. Ich meine wirklich richtig glücklich. Nicht nur ein „Ich-lächele-glücklich“. Ein selbstgemachtes Video des eigenen Urlaubes zu sehen, ist absolut großartig! Auch wenn ich in der Umsetzung im Nachhinein nicht alles perfekt finde, freue ich mich riesig über meine Videos. Klar bin ich nicht traurig, wenn jemand Anders die Videos ebenso phantastisch findet wie ich. Mich stört es aber auch nicht, wenn es nicht so ist. Ich mache sie nicht, damit sich Andere daran erfreuen. Dies gilt umso mehr, als dass es ohnehin ein schwieriges Unterfangen sein dürfte, andere Leute von Fotos und Videosequenzen eines Urlaubes zu begeistern, bei dem sie gar nicht dabei waren. (Zumindest wenn die Begeisterung größer sein soll als ein bloßes „Sieht schön dort aus.“) Die Emotionen und Erinnerungen, die man selbst mit jedem Foto in Verbindung bringt, gehen über ein eingefrorenes Lächeln und einen witzig wirkenden Sprung ins Wasser hinaus. So etwas lässt sich nicht digital einfangen und in Form eines Videos kommunizieren. Gerade das, was nicht sichtbar ist, macht das eigene Video so schön!

Ich bin stolz auf mein früheres Ich, weil es auch den Thailand-Urlaub in Form eines Urlaubsvideos festgehalten hat. Thailand war toll. Thailand ist anders. Urlaub ist eigentlich immer schön. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir irgendwer mal ernsthaft und mit Nachdruck von einem schlechten Urlaub erzählt hat…und wenn im Urlaub mal doch etwas nicht passt, dann macht unser Gehirn den Urlaub im Nachhinein schön, indem es scheinbar nur die positiven Dinge dauerhaft und farbenfroh abspeichert.

Kein Urlaub ohne Buch…

aus einem lokalen Buchladen.

Amazing Thailand – Brad Walker

Auch wenn mir der Autor – selbst ein Farang (weißer Ausländer) – ziemlich unsympathisch war, hat mir das Buch insgesamt echt gut gefallen und mir einen, wenn auch natürlich sehr subjektiven, Einblick in ein Land gegeben, über dessen Kultur ich mir bis dato gar nicht so viele Gedanken gemacht hatte.

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